Mein Autorenname ist Dietmar R. Horbach. Ich wurde im Kriegsjahr 1943 geboren und habe meine Kinder- und Jugendjahre in Essen/ Ruhrgebiet verbracht. Nach einer achtjährigen Dienstzeit bei der Bundesmarine, die ich nicht missen möchte, bin ich in Bremen gelandet.

Meine schriftstellerische Arbeit habe ich in den achtziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhundert begonnen, als ich meinen ersten Roman "Der Ölfresser" schrieb. Danach war eine lange Zeit Pause. Dann ließ mich die Freude an der Schreibkunst in meiner Rentnerzeit wieder erneut tätig  werden.

Zunächst veröffentlichte ich eine Sammlung von christlichen Gedichten mit Themen aus der Bibel und des Lebens. Da ich ein begeisterter und bekennender neuapostolischer Christ bin, war es mir ein Bedürfnis, anderen Menschen von dieser wunderbaren Botschaft des Evangeliums abzugeben.

 

Dann folgten meine Romane "Der verlorene Zwilling", "Eine verrückte Erbschaft" und ein Kurzgeschichtenband "Geschichten aussem Miljöh". Demnächst wird wieder ein Roman erscheinen mit dem Titel: "Ambrosius rettet die Firma".

 

Unten finden Sie die Fotos meiner Bücher, die im Internet und im Buchhandel erhältlich sind. Sie sind auch als E-Book zu bekommen.

 

Dietmar R. Horbach

Meine Bücher

Robert hat es schon immer geärgert, wenn durch ein Tankerunglück und das sich ausbreitende, Leben abtötende Öl, die Flora und Fauna verseucht wurden und dem Untergang geweiht waren.

 

Als Hobbyforscher und gelernter Chemiker macht er sich an die Arbeit, ein Gegenmittel zu erfinden. Fehlschläge entmutigen ihn nicht, sondern spornen ihn nur an. Nachdem es ihm gelungen ist, wird ihm die Formel des neuen Stoffes gestohlen.

 

Im Kampf, diese Formel zurückzubekommen, erlebt er mit seinen Neffen Carlos und Metternich Abenteuer um Abenteuer, die ihr Leben in Gefahr bringen. Die Formel gerät in verbrecherische Hände und droht durch deren Anwendung eine Weltkatastrophe heraufzubeschwören.

 

Wird es Robert und seinen Neffen gelingen, die Formel zurückzuerobern und der Welt einen kostbaren Nutzen seines Ölfressers zu liefern?

Gisela bekommt Zwillinge. Sie weiß nicht, dass eines der Kinder an ein wohlhabendes Ehepaar verkauft wird.

 

So wachsen beide Jungen in verschiedenen Verhältnissen auf. Raimund, der bei seiner Mutter lebt, geht später zur Polizei. Sven rutscht immer tiefer ins Ganovenmilieu ab und verdient sein Geld als Drogendealer.

 

Raimund hat einen großen Zorn auf Drogendealer, besonders auf den einen. In seiner neuen Dienststelle stellt er fest, dass er genau diesen Mann fassen muss. Dabei trifft er auf seinen Bruder Sven, der im Dienst dieses Drogenbarons steht.

 

Wird sich Sven gegen seinen Bruder Raimund stellen und ihr bekämpfen? Oder wechselt er die Seiten?

Geschichten aussem Miljöh beinhalten Kurzgeschichten, die Menschlichkeit aufweisen.

Dieses Mitgefühl für unseren Nächsten finden wir in diesen Tagen bei vielen Menschen vor. Denken wir nur an die große Flüchtlingswelle.

 

Bei anderen Menschen suchen wir dieses Mitempfinden jedoch vergebens. Sie sehen nur sich und ihre Probleme. Alles andere stört sie.

 

Meine Kurzgeschichten sollen erheitern, aber auch nachdenklich stimmen. Sie sind aus dem Milieu des Lebens entstanden.

Das Christentum ist in der heutigen Zeit auf dem Rückzug.

 

Aus diesem Grunde ist es mir ein Bedürfnis, durch die Veröffentlichung meiner, in den vergangenen Jahren, entstandenen Gedichte, so manch einen "Christen" ein wenig an die Möglichkeit zu erinnern, mit Gott und Jesus zu leben. Er hat uns eine grandiose Zukunft verheißen.

 

Die Aussage des Apostels Petrus: Es ist in keinem anderen Heil- ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen sie ihr Heil finden können - als der Name Jesus - haben wie eh und je ihre gültige Bedeutung

Julian und Jennifer kennen sich nicht. Erst durch eine Erbschaft der Tante Mary, lernen sie sich kennen. Jeder von ihnen erbt 20 Millionen Dollar.

 

Doch ist die Erbschaft an Bedingungen geknüpft. Der behinderte Sohn Benjamin soll von ihnen versorgt werden. Dann müssen sie verheiratet sein.

 

Da beginnt das Problem. Julian liebt Robert und Jennifer ist mit Tamara liiert. Als eine weitere unberechtigte Erbin auftaucht und alles überneh-men will, ist das Chaos vorprogrammiert.

 

Ganz verrückt wird es, als Benny entführt wird, und die Gangster Millionen Dollar erpressen. Sind die vier in der Lage, alles zu meistern und am Ende einen guten Ausgang für Benny und ihr Zusammenleben zu finden?

 

                                     Das kann man nur herausfinden, wenn man das Buch liest.

Ambrosius Nettelbeck, der seinen Namen lange nicht ausstehen kann, hat ein bewegtes Leben.

Er wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter Sabine auf. Nicht nur, dass er in seinen jungen Jahren mit der Mafia in Konflikt kommt, wird er auch in eine abenteuerliche Rettungsaktion seines Jugendfreundes Mäx in Südamerika hineingezogen.

 

Ein wenig Glück ist ihm beschieden, als er seine Frau Carmen kennen- und lieben lernt.

 

Doch auch dieses bricht plötzlich auseinander, so dass er fast sein Leben aufgibt. Erst als er einen Fabrikanten trifft, der ihm wieder auf die Beine hilft, da...

 

Aber das müssen Sie schon selbst herausfinden. Vielleicht sind Sie dann auch so begeistert wie der unbekannte Zuhörer, dem Ambrosius seine Geschichte erzählt.

Ob beim Arzt im Wartezimmer, zwischen zwei Schulstunden oder Vor-lesungen, im Zug, im Flugzeug, zu einer wohlverdienten Pause. Ob im Urlaub oder am Strand, immer gibt es eine Möglichkeit, diese einzig-artigen Geschichten zu lesen, ja zu genießen.

 

Die Vielfalt der Geschichten bieten Ihnen ein Lesevergnügen, von dem Sie schwer wieder loskommen.

 

Dazu wünsche ich Ihnen viel Freude.                                                                                                                

 

Der Autor

Timothy Brookman und Luke Travorney sind seit ihrer frühen Kindheit unzertrennliche Freunde.

 

Sie durchleben die High School-Zeit und gehen gemeinsam aufs College. Dabei erleben sie die unmöglichsten Abenteuer.

 

Die Militärzeit und der Vietnamkrieg schweißen sie noch inniger zusammen. Sie retten sich gegenseitig aus den brenzligsten Situa- tionen.

 

Doch da geschieht etwas in ihrem Leben, das ihre gemeinsame Welt auf den Kopf stellt. Nach dem Vietnamkrieg verlieben sich beide in dieselbe Frau. Es ist, als ob ein Blitz ihr Leben zerspaltet. Von da an sind sie erbitterte Feinde.

 

Fast fünfundzwanzig Jahre später sehen sie sich wieder. Die gegensei- tige Abneigung hat sich nicht geändert. Jeder wünscht den anderen in die Hölle. Wie es das Schicksal will, sind es die Kinder, die sich dieses Problems annehmen. Als David Brookman und Esther Travorney sich auf dem College kennen- und liebenlernen, beginnt für sie ein harter Kampf, ihre Liebe festzuhalten.                                                                                                                                                                                                                  Gelingt es den beiden, die Ablehnung der Väter zu ihrer Liebe zu überwinden und die Väter wieder zusammenzubringen? Oder hat das Schicksal für beide noch ein anderes Ass im Ärmel?    Das findet man heraus, wenn man das Buch liest.

 

- N E U E R S C H E I N U N G -

Es reimt in seiner kleinen Kammer, mal mit Freuden, mal mit Jammer,

der Poet von früh bis spät.

 

Denkt und zaudert, schreibt und streicht, dass es nicht dem anderen

gleicht. Und zum Schluss will er frohlocken, was er da liest, das haut

ihn von den Socken.

 

So finden Sie, liebe Leserin und lieber Leser, manches Interessante.

Dann klingt es wieder seltsam, ein wenig anders als sonst.

 

Aber es spricht an und geht ans Gemüt. Begleitet wird dieses Büchlein

von spontanen Eingebungen, die zeichnerisch den Text ergänzen.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

 

Dieser Artikel in der "Norddeutschen" der "Bremer Nach- richten" spricht für sich

Kurzgeschichten

 

Die neuen, roten Pumps

 

Colette hat es heute Morgen sehr eilig. Sie muss sich unbedingt mit ihrer Freundin Francoise treffen, um ihr die Neuigkeiten zu berichten. Dabei will sie persönlich ihre Reaktion sehen.

Auf dem Weg zum Café Le Paris gaffen ihr einige junge und ältere Männer nach. Einige pfeifen laut hinter ihr her. Colette registriert die Äußerungen der Männer und genießt es. Ja, sie ist hübsch. Dabei überdenkt sie noch einmal die Erlebnisse der letzten Tage, bevor sie das Café erreicht.

 

Francoise winkt schon von weitem. Mit einem erleichterten Seufzer lässt sich Colette auf den gepolsterten Stuhl fallen und fächert sich mit dem Angebotsprospekt des Cafés Luft zu. "Na, ma chere! Du bist richtig außer Atem. Dann ist es etwas Wichtiges, was du zu berichten hast?"

Colette nickt und bestellt einen Milchkaffee bei der gerade erscheinenden Bedienung.

 

"Hör zu, cherie", beginnt Colette und läßt ihrer Zunge prüfend über ihre weißen Zähne fahren. "Vor drei Wochen laufe ich mit meinen neuen, roten Pumps die Rue de la Chansonniere entlang, und plötzlich passiert es. Ich bleibe mit meinem rechten Absatz in einem Kanaldeckel stecken. Es macht Knacks! Der Absatz bricht ab und ich stürze der Länge nach auf die Straße. Ein stechender Schmerz durachzuckt mein rechtes Knie. Es blutet sofort und ich schreie laut auf. Benommen schaue ich mich um. Niemand ist zur Stelle, mir aufzuhelfen. Die Tränen kullern mir herunter und ich bin verzweifelt."

 

"Und?" "Ich muss wohl ein paar Minuten dort gelegen haben, als eine fantastische Limousine vor mir hält. Ein junger Fahrer in einer vortrefflichen Livree, er erinnert mich sofort an Brad Pitt, springt heraus und hilft mir auf. Dann humpel ich zum hinteren Teil des Wagens und lasse mich auf den Sitz plumpsen. Ein würdig aussehender, älterer Herr mit weißen Haaren beugt sich zu mir und reicht mir ein Glas Sekt." "Ja, und weiter?"

 

Colette schweigt und genießt die Vorfreude auf das Kommende. Sie strahlt und hält ihrer Freundich einen blinkenden Verlobungsring entgegen. "Nein!" entfährt es Francoise, die Hand vor ihren Mund haltend. Sie stiert fasziniert auf den Ring. Sie kann es nicht fassen und gar nicht sattsehen daran.

 

Colette fährt mit ihrer Erzählung fort. "Gleich kommt mein süßer Pierre und holt mich hier ab." Sie blickt suchend um sich und ruft: "Ich glaube, da kommt er schon." "Wo?" ruft Francoise und sucht nach einem jungen, hübschen Mann. Doch ein Fahrer in Uniform hilft einem vornehmen, weißhaarigen Herrn aus dem Wagen. "Der?" fragt Francoise ungläubig. Colette nickt. "Er ist steinreich und ließt mir jeden Wunsch von den Augen ab." "Und wo bleibt da … die Liebe?" "Die habe ich mit Colbert, dem Fahrer. Die schönsten Stunden, die du dir denken kannst, und er hat so viel Erfahrung."

 

"Ja", meint Francoise, etwas wie Neid steigt in ihr hoch. Sie versucht, ihre Gedanken zu ordnen. "So bedeutet der Bruch eines Pumps nicht nur Schmerzen und Verdruss. Er kann auch Freude und sogar Glück bringen."

 

 

Geschichte ohne Titel

 

Ein Mensch dachte über sein Leben nach und stellte fest, dass er eigentlich noch nichts Besonderes, noch nichts Großes getan hatte. Das wollte er ändern.

 Doch bevor er zur Tat schreiten würde, wollte er die verschiedensten Möglichkeiten durchdenken und sich dann für einen Weg entscheiden.

 

Als erstes machte er sich Gedanken über den Grund seines Verlangens. "Warum will ich Großes vollbringen?"

 

Genügt es mir nicht, mein Leben so weiterzuführen, wie ich es bisher gemacht habe? Was ist mein Beweggrund? Zunächst stellte dieser Mensch fest, dass er mehr Ansehen vor sich selbst und bei anderen suchte. "Es ist also Eitelkeit, die mich antreibt", kam es ihm in den Sinn. Also bin ich ein Narzisst, der so in sich verliebt ist, dass ich aller Welt zeigen will, wie toll ich bin. Oder will ich den anderen nur zeigen, dass mehr in mir steckt, als ich es selbst für möglich halte und andere von mir erwarten und sich vorstellen können? Oder habe ich Angst als Versager zu enden, ein Mensch, der nur Anerkennung benötigt, geliebt werden will, einfach so wie er ist? Was treibt andere Menschen an, so zu handeln, wie sie es tun? Welches Ziel verbinden sie damit und was ist die Triebkraft ihres Handelns? Er kam dabei zu keinem entscheidenden Ergebnis.

 

In Gedanken sah er den Weg vor sich, auf dem er gehen wollte, um etwas Großes zu vollbringen. Doch dieser Weg teilte sich plötzlich. Vor beiden Wegen standen Schilder, welche die weitere Richtung angaben. Auf dem einen Schild stand das Wort "Böse!" und auf dem anderen Schild stand das Wort "Gut!". Es dauerte eine gewisse Zeit, bis er sich weiterwagen wollte. Dann stand sein Entschluss fest. "Ich werde beide Wege in meinen Gedanken gehen, bevor ich mich entscheide."

 

Die großen Männer und Frauen fielen ihm ein, die sogar die Weltgeschichte geprägt hatten. Könige, wie Karl der Große, Napoleon, die ägyptischen Pharaonen, Kleopatra und Alexander der Große. Ja, die hatten etwas Großes bewirkt. Und das war nicht immer gut gewesen.

 

Dann dachte er an Männer wie Stalin, Hitler, Mao Tse Dong. Sie und andere hatten die Welt verändert und beschädigt. Vielleicht war es in ihren Augen groß. Aber, nein! In diese Richtung wollte er nicht gehen. Dann fielen ihm die kleinen Menschen des Alltags ein. Was wollten sie bewirken, als sie viele Menschen ermordeten. In den Schulen um sich ballerten oder Bomben explodieren ließen? "Nein! Das ist nichts Großes", kam er zum Schluss.

 

Schnell wandte er sich dem anderen Weg zu, auf dem das Wort "Gut!" stand. Männer, wie Albert Schweitzer, Frauen wie Mutter Theresa. Der Gründer des Roten Kreuzes Henry Dunant fiel ihm ein. Ach, es gab so viele, die ungenannt und unerkannt Gutes getan hatten und damit auch irgendwie Großes bewirkten. Seine Gedanken glitten in die Gegenwart. Was ist mit den kleinen und großen Helfern des Alltags, Menschen, die bei Katastrophen bis zur Erschöpfung halfen? Die für Behinderte und alte Menschen da waren. Oder den Flüchtlingen halfen, als sie ins Land strömten.

 

Ja, das Gebiet, Großes zu tun war wirklich ein weites Feld.

 

Irgendwo hatte er mal etwas gelesen, das ihm gefallen hatte. Er konnte sich nicht mehr genau daran erinnern.

 

"Wenn du groß sein willst, dann musst für andere da sein und ihnen helfen!" oder so ähnlich.

 

Was hatte seine Frau heute Morgen gesagt? "Du kannst schon mal den Müll raus bringen, während ich einkaufen gehe." "Na, siehste!" schoss es ihm in den Sinn und er war wieder mit sich zufrieden. "Das ist doch schon mal ein Anfang!"

 

Limericks

 

Es wohnte einst ein Mädchen in Bremen,

die ließ es sich niemals nicht nehmen,

den Nachttopf des Morgens draußen auszuleeren.

Obwohl sich die Nachbarn dagegen mochten wehren,

wollte sich das Mädchen ihres Verhaltens nicht schämen.

 

In einer Tulpenblüte, da wohnte ein Elf,

der flog jeden Mittag ganz pünktlich um zwölf

zu einer Margerite, die er liebte ganz innig,

wo er sang ihr ein Ständchen ganz lieblich und minnig.

Was ihrer Liebe zu ihm zwar nicht hölf.

 

Ein bissiger Köter in der Nähe von Leinen,

der fasste so gern alle Leute an den Beinen.

Dabei wedelte er mit dem Schwanz hin und her,

und stellte sich vor, er wäre doch wer.

Dabei war er eigentlich nur zum Weinen.

 

Ein dicklicher Zahnarzt aus Klein-Kluder-Hagen,

der wollte es einmal bei einem Patienten wagen,

die Zähne mit einem Roboter zu ziehen,

doch der Patient, er konnte schnell fliehen.

Dem Roboter ging's daraufhin an den Kragen.

 

Ein kesser Jodler aus Groß-Königshausen

ließ beim Jodeln mal einen sausen.

Doch der Ton kam gut an,

ja, du bist unser Mann,

denn der Bläserchor hat g'rade Pause.

 

 

Gereimtes und Ungereimtes

 

Mandareike

 

Ein kleines Mädchen saß am Fluss und lachte in die Sonne,

sein Name war Mandareike.

Sie war so fröhlich und jauchzte ins Leben, das Herz voller Wonne,

die kleine süße Mandareike.

Da kam ein Vogel geflogen, der war schon ganz matt und setzte sich

neben kleine Mandareike.

Du armes Vögelchen, ruh dich nur aus. Sagte sie uns wischte sich

durchs blonde Haar, so war Mandareike.

Er erzählte von fernen Ländern, die er gesehen und bereist hatte,

und es lauschte lächelnd Mandareike.

Fliegst du auch in den Himmel zu meiner lieben Mutter,

fragte ihn dann die kleine Mandareike.

Wenn die Zeit dazu gekommen ist, dann wird es wohl sein,

sprach er zu Mandareike.

Sie nickte und sah ihm sehnsüchtig nach, als es sich erhob,

die fröhliche Mandareike

 

Jeremias Bickelbörn

 

Jeremias Bickelbörn, den durfte man bei keiner Arbeit stör'n;

er war ein Sonderling nach Maß, der manchmal auch die Zeit vergaß.

Dann stierte er wie der blaue Hecht, ins grüne Schlingpflanzengeflecht,

das draußen tief im dunklen Teich die Böschung bedeckte Artenreich.

Die Nachbarn sagten deshalb immer, der Jeremias ist ein Spinner.

Die Kinder lachten ihn gar aus, trat er mit Riesenschritten aus dem Haus.

Sie warfen in dabei mit Steinen - ach ja, es war auch fast zum Weinen.

Doch Jeremias liebte Kinder sehr, drum lief er auch nicht hinter ihnen her.

 

Er war sehr freundlich und blickte stumm, dass alle dachten, er ist dumm;

doch Agathe, die alte Bäuerin, die ging des Öfteren zu ihm hin.

Sie brachte Eier, Brot und heiße Wecken, die ließ er sich besonders schmecken.

Und Jeremias dankte ihr für diese Krumen jedes Mal mit ein paar Blumen.

 

So ging es dann für viele Jahre, so mancher lag schon auf der Totenbahre,

die Kinder von einst, die waren jetzt erwachsen und andere Kinder machten ihre Faxen

mit Jeremias, der schon langsam alt und grau, wie alt er war, wusste keiner ganz genau.

Die alte Bäuerin, sie war schon längst gegangen, die Tochter hatte nun mit der Speisung angefangen.

 

Da fuhr ein Wagen vor, ein Wunder ist's bis heute, und aus ihm stiegen lauter nette Leute,

die suchten Jeremias und als sie ihn fanden, da merkte man, es waren seine Anverwandten,

die nahmen ihn zu sich und pflegten ihn, bis das er starb, die Bauerntochter großen Lohn erwarb.

Die Anderen schämten sich doch umso mehr, dass sie Jeremias gemacht, das Leben so schwer.

 

Was lernen wir von der Geschichte, die am Ende steht in einem anderen Lichte?

Ist auch ein Mensch ein Sonderling und nicht so schlau, so bedenke es genau,

wie du mit ihm umgehst und ihm dienst, damit du deine Tat nicht einmal sühnst,

am Ende wird die Rechnung dir geschrieben und was ist's, das dir dann geblieben?